Ausbau der Bahnstrecke in Deutsch Evern

 

Die SPD in der Samtgemeinde Ilmenau lehnt einen Ausbau der Bahnstrecke durch Deutsch Evern gemäß dem Beschluss des Dialogforums Schiene Nord ab und schließt sich damit der Meinung der Hansestadt Lüneburg, des Landkreises Lüneburg sowie der Hansestadt Hamburg an.

Wir sehen den Ausbau dieses Streckenabschnitts als eine für Mensch und Natur unzumutbare Belastung an, die aufgrund der Prognosen zur Verkehrsentwicklung nicht ausreichende Kapazitäten zu einem unverhältnismäßig hohen Kostenaufwand schafft.

Allein die Bauarbeiten zum Ausbau mit einem dritten Gleis bedeutet für die Bürger von Deutsch Evern eine mehrjährige hohe Lärmbelastung.

Nach der Fertigstellung wird der Ort endgültig durch eine Bahnlinie mit Lärmschutz zweigeteilt. Die Zugfrequenz steigt mit über 500 prognostizierten Zügen auf das Doppelte. Welche Beeinträchtigungen durch Erschütterungen und Lärm für die Bürger konkret entstehen, ist zurzeit nur schwer vorhersehbar.

Wir bezweifeln, dass mit dem Ausbau dieser Strecke eine ausreichende Kapazität auf der Schiene geschaffen wird, die dem ansteigenden Verkehrsvolumen aus den Häfen Hamburg und Bremen gerecht wird. Vielmehr gehen wir davon aus, dass diese Kapazität nicht ausreichen wird und innerhalb kurzer ein weiterer Neubau/Ausbau notwendig sein wird. Darin stimmen wir mit der Meinung von Hamburg, Lüneburg und Bremen überein.

Wir unterstützen die Aktivitäten der Bürgerinitiative "Deutsch Evern 21" ausdrücklich und lehnen einen Ausbau der Bahnstrecke in Deutsch Evern ab.

Stattdessen fordern wir einen Neubau einer Bahnstrecke entlang der A7, wie er von Hamburg und Lüneburg bereits ins Gespräch gebracht wurde. Darin sehen wir eine adäquate, für die Zukunft ausreichende, kostengünstige und umweltschonende Alternative.

 
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